Sexualität und Miktionsstörungen

Leitung: Prof. Diederichs

Das Besondere an unserer Arbeitsgruppe war die Synthese aus Theorie und Selbsterfahrungselementen, sodaß wir als TeilnehmerInnen das Maximum aus dieser Gruppe schöpfen konnten.

Zu Beginn jeder Einheit hatten die Gruppenmitglieder die Möglichkeit ihre Eindrücke aus den Vorträgen auszutauschen. Im Anschluß daran wurden von einzelnen Teilnehmern themenzentrierte Fallbeispiele vorgestellt. Im Zuge dessen kam es zu einer fachlichen und reflektierenden Auseinandersetzung im psychosomatischen Sinne. Dabei war die offene und kompetente Leitung durch Prof. Diederichs insoferne zielführend und unterstützend, als daß wir individuelle und hilfreiche Lösungs- und Arbeitsansätze mitnehmen konnten.

Bezüglich der Probleme der Miktionsstörungen in der gynäkologisch - psychosomatischen Praxis blieb uns in Erinnerung:

  1. Inkontinenzpatientin - "Die Harnblase weint!" als Ausdruck für unbewußte nicht verarbeitete Konflikte

  2. Sexualität-Fruchtbarkeit-Harndrang sind eng miteinander verbunden

  3. Harnwegs-Scheideninfekt(Beziehungs-Nähe -Konflikt)als Möglichkeit Sexualität mit dem Partner - ohne offenen Konflikt - zu vermeiden

  4. Die Patientinnen brauchen sehr viel von ihren TherapeutInnen - und es ist die Aufgabe des /der TherapeutIn dies im Auge zu behalten und der Patientin eine klare Behandlungs- und Zeitstruktur anzubieten

  5. Eigene Sexualität spielt eine Rolle in "meinem" TherapeutInnen - Dasein" insbesondere, wenn ich es mit Themen zu tun habe, die so nahe dem Urogenitaltrakt sind.

Die Gruppendynamik war sehr produktiv und konfliktfähig und es ist Prof. Diederichs zu verdanken, daß in unserer inhomogenen Gruppe eine so lebendige Arbeit möglich war.

Dr. Gabriele Knappitsch
Gynäkologin i.A.
Psychotherapeutin i.A.
Dr. Bibiana Kalmar
Gynäkologin
Ärztin für Psychosomatische Medizin



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