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Arbeitsgruppe "Sexuelle Störungen in der Hausarzt- / Facharztpraxis" Gruppenleitung: Dr.med. Fritz Reinecke, Facharzt für Urologie, Psychotherapeut
So manches Leiden hat einen sexuellen Hintergrund. Zunächst kommen die Patienten mit "physischen" Beschwerden zu ihrem Arzt, doch dieser hat bald den Eindruck, dass die angegebenen Beschwerden nicht ihr Hauptproblem. Mit letzterem rücken sie aber nicht heraus, weil "sexuelle Probleme" aus verschiedensten Gründen nicht leicht zu besprechen sind.
Der Leiter der Gruppe, Herr Dr. Reinecke, versuchte uns das in Form eines Rollenspiels näher zu bringen. Dazu wurde jeweils ein Fall pro ausgewähltem Teilnehmerpaar vorgestellt. Eine Person spielte eine schon erlebte Patientin oder einen Patienten mit einer sexuellen Problematik. Eine andere übernahm die Rolle des Arztes oder der Ärztin. Das Rollenspiel dauert 5-10 min. Die gespielte Patientin/Patient stellte im Anschluss daran fest, wie es ihr/ihm bei dem Arzt/Ärztin ergangen ist, wie sie sich bei dem Gespräch gefühlt hat und ob ihr/sein Problem erkannt worden ist. In gleicher Weise dachte derArzt/Ärztin: Folgenden Themen wurden besprochen:
Anschließend wurde darüber diskutiert, was man verbessern könnte und wie man die Problematik der sexuellen Störung in einem Arzt-Patientenverhältnis noch deutlicher besprechen könnte. Aus dieser Diskussion versuchten wir eine Strategie zu entwickeln, um verantwortungsvolle Schritte in Kooperation mit dem Patienten setzen zu können. Zusammenfassend haben wir sehr positive Eindrücke bekommen aus einer sehr interessanten, offenen und konfliktfähigen Gruppe. Wir bedanken uns bei Herrn Dr. Reinecke für die lebendige Dynamik, die er in unsere Gruppe gebracht hat. |